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Auszeichnung
für die Ausweitung der Offensive Bildung
UNESCO belohnt Arbeit der Konsultationskitas - „Vorbildlich“ im
Hinblick auf Bildung für die Zukunft
Die Schirmherrschaft über die sieben Projekte der Offensive Bildung hat
die Deutsche UNESCO-Kommission im vergangenen Winter bereits übernommen.
Jetzt wurden die sieben Konsultationskindertageseinrichtungen
ausgezeichnet: Bei der 69. Hauptversammlung der Deutschen
UNESCO-Kommission in Brühl, die den Titel trug „Bildung für die
Zukunft".
Das Projekt zur frühkindlichen Förderung sei in vielerlei Hinsicht
vorbildlich, betonte Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der
Deutschen UNESCO-Kommission, bei der Übernahme der Schirmherrschaft vor
einem halben Jahr. Zum einen erreiche es alle Kinder, auch die aus
bildungsfernen Familien. Im deutschen Bildungssystem seien die
Bildungschancen ansonsten sehr stark abhängig von der sozialen Herkunft,
die Offensive Bildung aber fördere alle Kinder, unabhängig von ihrer
Herkunft. Zudem lobte sie die Nachhaltigkeit, den hohen Aufwand zur Qualitätssicherung
sowie die Übertragbarkeit der Konzepte. Alle Projekte werden
wissenschaftlich begleitet, auch nach der Schulungsphase tauschen sich die
beteiligten Einrichtungen weiter aus, wie sie die Erkenntnisse in den
Alltag umsetzen.
Mit dem „Roll out“, dem Ausweiten der Projekte in die Metropolregion,
werde ebenso Nachhaltigkeit gewährleistet, und die „Konsultationskitas“
unterstützen neu hinzu kommende Einrichtungen in der Umsetzung der
Projekte. In insgesamt sieben Einrichtungen – für jedes Projekt gibt es
eine Konsultationskita - können sich Interessierte informieren, wie die
alltägliche Arbeit und Umsetzung aussieht, sie können hospitieren und
umfangreiches Material mitnehmen. Für die „Erzählwerkstatt“ hat
diese Aufgabe die Einrichtung
St. Sebastian I
I
übernommen, für das naturwissenschaftliche Projekt „Vom Klein-Sein zum
Einstein“ ist es
Christ
König
. Die gesammelten Erfahrungen werden durch sie an andere interessierte
Kindertagesstätten und Bildungsträger weitergegeben. Durch das „roll
out“ wurden die Projekte inzwischen in 170 Einrichtungen im pfälzischen
Teil der Rhein-Neckar-Region umgesetzt. Über 1000 pädagogische Fachkräfte
haben im Rahmen der Initiative an Fortbildungen und Hospitationen
teilgenommen.
Dekan Dr. Gerd Babelotzky war als katholischer Trägervertreter mit zur
Hauptversammlung nach Brühl gereist. Die sieben Projekte der Offensive
Bildung sind eine gemeinsame Initiative von BASF SE, der Stadt
Ludwigshafen sowie der katholischen und evangelischen Kirchen der Stadt.
Babelotzky wertete die Auszeichnung für die sieben Konsultationskitas als
„Belohnung für die große Leistung, die sie erbracht haben“, aber
auch als Anerkennung für die BASF als Wirtschaftsunternehmen sowie für
die Träger, die in der Offensive Bildung beispielhaft zusammen gearbeitet
haben.
Auch Cornelia Kruspel, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte
Christ
König
, der Konsultationskita für das naturwissenschaftliche Projekt „vom
Klein-Sein zum Einstein“, freut sich über die Wertschätzung, die die
Auszeichnung bedeutet. Ein Film über alle sieben Projekte habe alle
Anwesenden bei der Hauptversammlung in den Bann gezogen und die Inhalte
sehr gut vermittelt. Im abgelaufenen Kindergartenjahr bot
Christ
König
zahlreiche Fachnachmittage an sowie die Möglichkeit zu hospitieren.
„Damit haben wir viele Einrichtungen, aber auch Fachschulen, Lehramtanwärter
oder Trägervertreter erreicht“, ist sie mit dem Ergebnis zufrieden.
Auch für das eigene Team sei durch die Besuche von außen und kritische
Nachfragen vieles neu auf den Prüfstand gekommen, so dass sich das
Projekt noch weiter entwickeln konnte.
(brid)
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