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Katholisches
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Ehrenamtliche
reden mit Kindern über Sterben und Tod Das
ist eine Realität, mit der Aktive in der Hospizbewegung häufig
konfrontiert werden. Diese Bewegung hat sich jedoch nicht nur zum Ziel
gemacht, sterbenden und unheilbar kranken Menschen und ihren Angehörigen
zur Seite zu stehen, sondern auch, das Thema Sterben, Tod und Trauer aus
der Tabuzone heraus zu holen. Daraus ist das Projekt „Hospiz macht
Schule“ entstanden, bei dem Grundschulkindern in einem geschützten
Umfeld die Möglichkeit gegeben wird, all ihre Fragen zu stellen und sie
so gut wie möglich beantwortet zu bekommen. Beim
Angebot „Hospiz macht Schule“ besuchen fünf Ehrenamtliche, die als
Hospizbegleiter tätig sind, eine Grundschulklasse und gestalten dort eine
Projektwoche. Mit unterschiedlichen Medien und Materialien erarbeiten sie
folgende Themen: Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod,
Vom Traurig-Sein sowie Trost und Trösten. Die Projektwoche endet mit
einem Fest, an dem gemeinsam mit den Eltern und den Lehrkräften die
Ergebnisse und Erlebnisse der Woche präsentiert werden. Denn die Eltern
werden von Anfang an einbezogen und informiert, um auch bei ihnen Ängste
abzubauen. In
Ludwigshafen wurden jetzt bei einem Wochenendseminar 18 ehrenamtliche
Hospizbegleiter für das Projekt geschult. „Hospizler haben die
Standfestigkeit für solch ein Angebot“, wissen Tobias Pollmüller und
Nina Hagedorn, die maßgeblich an der Ausarbeitung des Curriculums und an
der Umsetzung von „Hospiz macht Schule“ beteiligt waren, aus
Erfahrung. Die beiden Seminarleiter haben bereits mehrfach Projektwochen
mitgemacht und sind für ihr Engagement und das Projekt mit dem
Pulsuspreis 2008 ausgezeichnet worden. In
der Region ist eine erste Projektwoche bereits fest in Altrip geplant, in
Ludwigshafen laufen Gespräche mit der Ernst-Reuter-Grundschule. Sonja
Birkenmayer, Koordinatorin beim ambulanten Hospiz- und
Palliativberatungsdienst in Ludwigshafen, ist überzeugt, dass die
Nachfrage steigen wird, sobald in der Region die ersten Erfahrungen
gemacht wurden: „“Das ist ein Geschenk für jede Schule“, betont
Nina Hagedorn. Die Seminarteilnehmer sind begeistert davon, vor allem vom
Präventionsgedanken, der hinter dem Projekt steht. Dennoch
gilt es im Vorfeld, Ängste abzubauen in den Schulen und bei den Eltern.
Die fragen oft ängstlich, ob das Thema die Kinder nicht überfordert.
Aber nach langen Erfahrungen und wissenschaftlicher Begleitung in bisher
14 Bundesländern können die beiden Referenten aus der Hospizbewegung
beruhigen: Gerade in jungen Jahren ist es gut möglich, Kinder angstfrei
das Thema Sterben und Tod zu vermitteln. „Hier haben sie endlich den
Raum, all die Fragen zu stellen, die sie interessieren“, sagt Nina
Hagedorn. Und durch die kleine Gruppengröße von vier bis fünf Kindern müssen
auch keine Fragen vernachlässigt werden oder bleiben unbeantwortet.
Endlich haben sie Gelegenheit, ihre eigenen Vorstellungen von Tod auszudrücken
oder ihre Ängste bei Erwachsenen zu äußern. Den
Ehrenamtlichen
verlangt eine solche Projektwoche viel ab, nicht nur an Zeit für
Vorbereitung und Durchführung. Viele von ihnen sind es nicht gewohnt, mit
Kindern intensiv zu arbeiten. Daher werden sie in dem Seminar mit einer Fülle
von Informationen versorgt, die Projektwochen sind konkret geplant, es
gibt viele Materialien und Medien, mit denen gearbeitet werden kann. Es
werden Rituale eingeführt, die Kinder malen, basteln, singen und
schreiben und haben genügend Raum für Gedanken und Fragen. Das Ganze ist
nicht nur schwer und melancholisch, sondern durchaus auch heiter: „Man
darf auch lachen“, betont Tobias Pollmüller, „schließlich geht es um
Gefühle, denen man freien Lauf lassen darf.“ (brid) |
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