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Geriatrische
Abteilung wird weiter entwickelt
Dr. Kristian Hahn ist neuer geriatrischer Chefarzt
am Krankenhaus Zum Guten Hirten
Nach längerer Vakanz hat das katholische Krankenhaus Zum Guten Hirten mit
Dr. Kristian Hahn einen neuen Chefarzt für die Abteilung Geriatrie und
Innere Medizin. Der 68jährige hat seine Tätigkeit zum 01.07.10
aufgenommen.
Ausgewiesene Geriater werden in Deutschland „händeringend“ gesucht,
so Geschäftsführer Rolf Voßhoff bei der Vorstellung Hahns. Dr. Kristian
Hahn hat sich schon 1980 der Geriatrie zugewandt, als das noch ein sehr
junges Fachgebiet war. Unter anderem wirkte er als Chefarzt geriatrischer
Abteilungen in Bensheim und Frankfurt. Bis zu seinem Ausscheiden dort war
er Lehrbeauftragter an der Wolfgang von Goethe-Universität für das Fach
Innere Medizin / Klinische Geriatrie. Zuletzt hat er eine
geriatrisch-internistische Abteilung am Rehabilitationszentrum Bad Gögging
in Bayern aufgebaut.
Die Abteilung Geriatrie und Innere Medizin ist neben der Abteilung für
Psychiatrie das zweite Standbein des Krankenhauses. Sie verfügt über 60
Betten und soll unter der Leitung Hahns weiter entwickelt und ausgebaut
werden. „Auch im neuen Krankenhausplan des Landes wird der Gute Hirte
die 60 Betten behalten“, betont Geschäftsführer Voßhoff. Um alten
Menschen künftig noch gezielter helfen zu können, wird es für die Frührehabilitation
zudem Umstrukturierungen geben. Ein multiprofessionelles Team, zu dem
neben Ärzten und Pflege auch verschiedene Therapeuten wie Physio- und
Ergotherapeuten angehören, Vertreter aus Neuropsychologie und dem
Sozialdienst wird die Behandlung übernehmen. Auch der geistliche Beistand
im Haus gehört für Dr. Hahn untrennbar dazu.
Die Altersmedizin wird laut Geschäftsführer Voßhoff in den kommenden
Jahren weiter ausgebaut. Häufig werden Patienten von zu Hause oder aus
Pflegeheimen zum Krankenhaus Zum Guten Hirten überwiesen, die neben der
aktuellen Erkrankung als „multi-morbid“ bezeichnet werden, also eine
Vielzahl von Erkrankungen haben. Vielfach werden Patienten auch aus
anderen Kliniken überwiesen, etwa nach einem Schlaganfall oder nach einem
Knochenbruch. Ziel ist es, sie schnellstmöglich wieder in die Selbstständigkeit
entlassen zu können.
Für den Ausbau der Altersmedizin soll als erster Schritt eine Station
ausschließlich für die Frührehabilitation umstrukturiert werden. Die
Krankenzimmer sollen laut Hahn größer werden, da für die Mobilisierung
der Patienten mehr Platz gebraucht wird. Um alte Menschen zudem schneller
wieder „auf die Beine zu bringen“, sollen auf der Station auch
Behandlungsräume, Aufenthaltsräume und Essräume entstehen.
Auf längere Sicht wird eine Erweiterung des Krankenhauses nötig. Bereits
im kommenden Jahr wird dafür ein erster Schritt unternommen mit einem
Neubau, den das Krankenhaus aus Eigenmitteln finanzieren wird. Ziel ist
auch die Einrichtung einer geriatrischen Tagesklinik, in der ältere
Patienten an Wochentagen behandelt und therapiert werden und die Nächte
und Wochenenden zu Hause verbringen. Dazu bedarf es einer Genehmigung des
Landes.
Eine Tagesklinik hat bisher schon die Abteilung für Psychiatrie und
Psychotherapie, die laut Chefarzt Jörg Breitmaier nach wie vor überbelegt
ist. Die 74 stationären Betten und 24 Plätze in der Tagesklinik sind im
Schnitt mit 108 Prozent ausgelastet. Auch für diese Abteilung soll ein
zusätzlicher Neubau Entlastung bringen.
(brid)
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