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Seelsorge und Caritas 
gehören in Ludwigshafen untrennbar zusammen


Das Caritas-Werk Ludwigshafen heißt seit Anfang des Jahres Caritas-Zentrum. Hintergrund der Namensänderung ist zunächst das Bestreben, im Caritas-Verband des Bistums Speyer namentlich einheitlich aufzutreten. Gleichzeitig verbirgt sich dahinter aber auch eine Neustrukturierung, wie Karl Fischer, der Leiter des Zentrums, erklärt. So wurden auch zwei Beratungsstellen – die Suchtberatung sowie die Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung – in das Zentrum eingegliedert. Zwar befinden sich diese beiden Stellen noch in der Leuschnerstraße, langfristiges Ziel aber ist es, alle Dienste der Caritas in Ludwigshafen auch unter einem Dach zu vereinen, erklärt Caritasdirektor Vinzenz du Bellier. Davon unberührt bleiben die stationären Einrichtungen.

„Mit der Neustrukturierung sind wir schlagkräftiger“, sagt er. Zwischen den einzelnen Diensten besteht eine engere Verbindung, die Beraterinnen und Berater lernen voneinander, und das ist wichtig, da die Menschen, die Hilfe bei Caritas suchen, meistens viele Probleme gleichzeitig haben. So bleibt es für sie bei einer Anlaufstelle, aber sie bekommen vielfältige Hilfen angeboten.

Ein multiprofessionelles Team ist in den vergangenen Jahren in Ludwigshafen entstanden, an dem auch die Kirche und die Kirchengemeinden beteiligt sind. „Seelsorge ohne Caritas ist nicht möglich“, betont Dekan Dr. Gerd Babelotzky. Arbeitskreise sollen künftig für eine noch stärkere Vernetzung sorgen. Kooperationen gibt es beispielsweise zwischen dem Caritas-Förderzentrum St. Johannes und der Gemeinde St. Ludwig, in anderen Gemeinden gibt es Caritas-Kreise, die sich um Sorgen und Nöte Einzelner kümmern, die Caritas-Beratungsstelle für Schwangere arbeitet eng mit dem Projekt „Guter Start ins Kinderleben“ im St. Marienkrankenhaus zusammen.

„Wir sind auch in der Politik hoch geschätzt“, freut sich du Bellier. So veröffentlichen beispielsweise die städtische Erziehungsberatung und die der Caritas einen gemeinsamen Jahresbericht und arbeiten gemeinsam an neuen Konzepten der aufsuchenden Familienarbeit.

Aber auch in der Bevölkerung werden die Angebote des Zentrums stark nachgefragt: Mehr als 3500 Menschen kamen im Jahr 2009, das war im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um mehr als 13 Prozent. Der Anstieg machte sich vor allem beim Fachdienst für Migration bemerkbar, aber auch beim Sozialdienst, der Anlaufstelle für Menschen an der Armutsgrenze, und bei der Suchtberatung.

Das Jahresbudget des Zentrums beträgt rund 1,6 Millionen Euro, und immerhin die Hälfte davon wird aus Eigenmitteln, vornehmlich aus Kirchensteuern finanziert. 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das Caritas-Zentrum, hauptsächlich Sozialpädagogen und Psychologen, dazu kommen zehn Honorarkräfte.
(brid)

  

Caritas-Zentrum


   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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