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Hebammensprechstunde  im Caritas-Zentrum Ludwigshafen

Seit einem Jahr bietet die Hebamme Barbara Geßner eine spezielle Sprechstunde im Caritas-Zentrum in Ludwigshafen an. Jeden ersten und dritten Montag im Monat berät sie vormittags Frauen, die in ihrer Schwangerschaft verunsichert sind und Fragen zur Entwicklung des Kindes, zur bevorstehenden Geburt und zur Pflege haben. Die Idee dazu stammt von Pia Giammeluca, die seit vielen Jahren in der Schwangerenberatung der Caritas tätig ist.

In den vergangenen Jahren hat sie gespürt, dass die Unsicherheiten und Hilflosigkeit der Frauen während der Schwangerschaft immer stärker werden, auch weil das soziale Netz, das mit Ratschlägen und konkreten Hilfen zur Seite steht, immer mehr bröckelt. Aber der Grund, weshalb die Frauen bei ihr und ihrer Kollegin Rita Geschwill Hilfe suchen, ist ein anderer: „Zu uns kommen die Menschen zuerst, weil sie gehört haben: Hier gibt es Geld.“ Die Beraterin  ist realistisch: „Geld ist der Türöffner“, sagt sie. Aber auch wenn das das erste Thema ist, das angesprochen wird: Bei der Sozialberatung für schwangere Frauen (und ihre Partner) bleibt es in den seltensten Fällen. Schnell spüren die Beraterinnen, dass die Frauen noch viel mehr Probleme haben.

Es sind soziale und psychische Probleme, etwa weil die Frau allein erziehend sein wird oder der Partner arbeitslos ist, es ist die Angst vor Überforderung, weil in der Familie bereits ein Kind lebt, es gibt Suchtprobleme, und die Frauen verspüren Angst und Hilflosigkeit, weil sie gar nicht wissen, was mit ihrem Körper in der Schwangerschaft geschieht, wie die Geburt abläuft und was sie insgesamt erwartet.

Die Schwangerenberatung in Ludwigshafen versteht ihre Tätigkeit daher innerhalb eines großen Netzwerkes, das in Ludwigshafen für junge Familien entstanden ist. Immer wieder versuchte Pia Giammeluca früher, die Frauen an Hebammen zu verweisen. Doch erst, seit Barbara Geßner in die Kaiser-Wilhelm-Straße kommt, nehmen die Frauen dieses Angebot an. Im ersten Jahr haben fast 50 Frauen Barbar Geßner besucht. Viele von ihnen wussten vorher nicht, was eine Hebamme tut, und dass ihre Arbeit von den Krankenkassen bezahlt wird. Einige Frauen hat Barbara Geßner weiter betreut, andere an Kolleginnen verwiesen, einige an das Projekt „Guter Start ins Kinderleben“ im St. Marienkrankenhaus vermittelt, das auch  nach der Geburt dafür sorgt, dass es der jungen Familie gut geht und das Neugeborene sich gesund entwickeln kann.

Info: Die Hebammensprechstunde findet jeden ersten und dritten Montag im Monat statt, die nächste am 17.04., in der Zeit von 9 bis 11 Uhr. Eine Anmeldung ist vorteilhaft, Infos unter Tel. 59802-18 oder 59802-13.
(brid)

  

Hebammensprechstunde


 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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