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Gemeindepastoral 2015
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Künftig
nur noch 5 Pfarreien
im Stadtdekanat Ludwigshafen
Aus den bisher 17 Pfarreien in Ludwigshafen sollen bis zum Jahr 2015 fünf
große Pfarreien werden. So sieht es das Konzept „Gemeindepastoral
2015“ vor, das jetzt im Heinrich Pesch Haus vorgestellt wurde.
Generalvikar Dr. Franz Jung ist derzeit auf „Rundreise“ durch das
Bistum, um in allen 24 Pfarrverbänden das Konzept vorzustellen.
In Ludwigshafen besuchte er das Dekanatsteam, also die hauptamtlichen
Seelsorgeteams, und danach den Dekanatsrat, dem auch Vertreter der
Pfarrgemeinde und Verwaltungsräte angehören. Auch die Religionslehrer
waren eingeladen.
Die künftigen fünf Pfarreien werden sein: Ludwigshafen 1 mit St. Ludwig,
Herz Jesu, Heilig Geist und St. Sebastian, Ludwigshafen 2 mit den
Gartenstadtgemeinden St. Bonifaz, St. Hedwig und St. Hildegard sowie mit
St. Michael und St. Joseph/Rheingönheim, Ludwigshafen 3 mit St. Josef und
St. Gallus sowie St. Dreifaltigkeit, Ludwigshafen 4 im Norden mit St.
Martin, St. Albert und Maria Königin und Ludwigshafen 5 mit Maria
Himmelfahrt und Christ König mit
St.
Cyriakus.
Mit Ausnahme von Ludwigshafen 4 werden die neuen Pfarreien rund 10.000
Katholiken zählen.
Noch
nicht abschließend geklärt ist, wo der jeweilige Hauptsitz der Pfarreien
sein wird. Besetzt werden soll jede Gemeinde mit einem leitenden Pfarrer
und einem kooperierenden Priester sowie ein bis zwei hauptamtlichen
pastoralen Mitarbeitern.
Aufgabe des kooperierenden Priesters wird unter anderem sein, neue
Projekte zu entwickeln, neue Menschen für neue Angebote zu begeistern. Die
Zahlen sprechen für sich, betonten Generalvikar Jung und Dekan Dr. Gerd
Babelotzky:
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| Ludwigshafen
1 |
| St.
Ludwig |
2.275
K |
| Herz
Jesu |
2.889
K |
| Hl.
Geist |
1.517
K |
| St.
Sebastian |
3.398
K |
| |
10.079
K |
| |
|
| Ludwigshafen
2 |
| St.
Bonifaz |
2.096
K |
| St.
Hedwig |
1.334
K |
| St.
Hildegard |
2.222
K |
| St.
Michael |
2.551
K |
| St.
Joseph |
2.212
K |
| |
10.415
K |
| |
|
| Ludwigshafen
3 |
| St.
Josef |
2.507
K |
| St.
Gallus |
2.722
K |
| St.
Dreifaltigkeit |
4.752
K |
| |
9.981
K |
| |
|
| Ludwigshafen
4 |
| St.
Martin |
2.685
K |
| Maria
Königin |
2.117
K |
| St.
Albert |
1.602
K |
| |
6.404
K |
| |
|
| Ludwigshafen
5 |
| Maria
Himmelfahrt |
4.185
K |
| Christ
König |
4.982
K |
| mit
St. Cyriakus |
|
| |
9.167
K |
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Pressekonferenz
am 23.02.2010 im HPH mit Generalvikar Dr. Franz Jung und Dekan Dr. Gerd Babelotzky
und mit dem Team aus Speyer im Plenum

Fotos:
Gerd Hilbert
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Sämtliche
Zahlen gehen nach unten: die der Kirchenmitglieder, der Taufen und
Eheschließungen, der Priester und der Gottesdienstbesucher – und natürlich
auch die finanziellen Ressourcen. „Es wird Einschnitte auf allen Ebenen
geben – und zwar noch 2015“, kündigten beide an. Als Beispiele nannte
der Generalvikar Immobilien und soziale Einrichtungen. Bei den
Kindertagesstätten sei das Dekanat gut aufgestellt, und bei Verhandlungen
sei die Stadt entgegenkommend gewesen. Künftig sei auch zu überlegen,
das Dekanat zum zentralen Träger der Kitas zu machen. Damit seien
Verhandlungen einfacher zu führen und die Arbeitsbelastung der Pfarrer zu
reduzieren. An den Verkauf von Kirchen sei dabei aber nicht gedacht,
betonte Jung vor der Presse.
Die jetzt vorgestellte Struktur ist in Ludwigshafen weitgehend
unumstritten. Mittelfristig, so der Dekan, gebe das Konzept zumindest
Planungssicherheit. Und er betonte auch: Juristisch werden die jetzigen
Pfarreien zwar aufgelöst, „aber das Leben in den Gemeinden soll
individuell weiter gehen“. Dazu werden auch die Laien in den
Diskussionsprozess eingebunden, so die Zusage am Abend im Dekanatsrat.
Die Beziehung zwischen Pfarrei und Gemeinden, also auch zwischen dem
Hauptsitz der künftigen Großpfarrei und den
weiterhin
existierenden Gemeinden, sei durchaus ein Spagat, räumte der Generalvikar
ein.
Geplant ist, eine verlässliche Gottesdienstzeit am Hauptsitz anzubieten,
„aber auch in den anderen Gemeinden wird es Gottesdienste geben“.
Angemahnt wurde bei der Delegation aus Speyer, die Kinder und Jugendlichen
nicht aus den Augen zu verlieren. Dabei verwies Generalvikar Jung aber
auch darauf, dass neue Projekte oder Experimente durchaus erwünscht seien
und nannte als ein Beispiel dafür die Jugendkirche.
Den weiteren Zeitplan gab Generalvikar Jung vor. Nach dem Besuch aller 24
Pfarrverbände wird das Konzept abschließend im November bei einem Diözesanforum
diskutiert und von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann anschließend in Kraft
gesetzt.
Damit wird der Zuschnitt der neuen Pfarreien endgültig festgeschrieben.
Im kommenden Jahr, in dem 950 Jahre Domweihe gefeiert wird, soll sich das
Konzept auch durch die Arbeit vieler Arbeitsgruppen festigen und in die
Neuwahl der Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte münden. Ab November 2011
bis 2015 bleibt dann Zeit, die Umstrukturierung vorzubereiten und das
Konzept auf dem Papier tatsächlich mit Leben zu füllen. (brid)
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